Wettbewerb und Wirkung
Immobilienportale im Vergleich: Wo lohnt sich dein Inserat?
Dein Büro hat für eine Wohnung zwanzig Anfragen bekommen. Wie viele davon haben zu einer Besichtigung geführt? Und hat ein zweites Portal weitere Käufer erreicht oder haben sich dieselben Interessenten noch einmal gemeldet? Wenn dein nächster Portalvertrag ansteht, helfen dir diese Antworten bei der Entscheidung. Hier vergleichst du ImmoScout24, immowelt und Kleinanzeigen anhand deines Bestands und rechnest an einem Beispiel nach, was dich ein tatsächlich wahrgenommener Termin kostet.
Maklytics-Redaktion · Geprüft am 5. November 2026

Beginne mit den Immobilien, die du tatsächlich anbietest.
Schau in die vergangenen drei Monate. In welchen Gemeinden hast du verkauft oder vermietet? Wie viele Objekte waren gleichzeitig online? Wie lange belegte ein Haus einen Anzeigenplatz? Ein Büro mit zwei lange angebotenen Einfamilienhäusern braucht einen anderen Vertrag als ein Vermietungsteam, das jede Woche mehrere Wohnungen austauscht. Die höchste gleichzeitige Belegung und die übliche Laufzeit eines Inserats gehören in deine Angebotsanfrage.
Öffne anschließend jedes Portal so, wie ein Käufer in deinem Gebiet suchen würde. Wähle dieselbe Gemeinde, Objektart und Preisspanne. Siehst du vergleichbare Angebote? Lässt sich das für deinen Bestand wichtige Merkmal filtern, etwa ein Aufzug oder ein Garten? Notiere Datum und Suchfilter. Die Trefferliste verrät dir, neben welchen Angeboten dein Objekt erscheint. Die Nachfrage in deiner Region prüfst du anschließend mit eigenen Inseraten.
Was bieten ImmoScout24, immowelt und Kleinanzeigen einem Maklerbüro?
Fordere für alle drei Anbieter ein Angebot für dieselbe Anzahl parallel veröffentlichter Immobilien an. Bitte um den Gesamtpreis für die vorgesehene Laufzeit und lass dir Zusatzbuchungen getrennt ausweisen. Damit wird sichtbar, ob du für Anzeigenplätze, hervorgehobene Inserate oder Leistungen zur Eigentümergewinnung bezahlst.
Auf kleinen Bildschirmen kannst du die Tabelle seitlich verschieben.
| Portal | Angebot des Anbieters | Das solltest du klären |
|---|---|---|
| ImmoScout24 | Die Mitgliedschaften Bronze, Silber und Gold bündeln unterschiedliche Leistungen. ImmoPunkte lassen sich unter anderem für hervorgehobene Platzierungen einsetzen. Mitgliedschaften bei ImmoScout24 | Wie viele deiner üblichen Objekte deckt das Angebot ab? Lass dir für ein konkretes Objekt vorrechnen, welche Hervorhebung dein Guthaben trägt und wann Zusatzkosten entstehen. |
| immowelt | Das Angebot „immo Next Level“ umfasst drei Pakete. immowelt erstellt ein individuelles Angebot nach Standort, Ziel und Paket. Für Neubauprojekte führt der Anbieter zusätzlich die Neubauwelt. Profi-Angebote von immowelt | Lass dir für deinen Bestand ein Angebot zur Objektvermarktung erstellen. Wenn du auch Eigentümerkontakte einkaufen möchtest, frage nach einem eigenen Preis für diese Leistung. |
| Kleinanzeigen | Für gewerbliche Immobilienanzeigen führt Kleinanzeigen eigene Immobilienpartnerschaften in den Varianten Smart, Profi und Premium. Kleinanzeigen zu Immobilienpartnerschaften | Welches Immobilienpaket passt zu deinem Bestand? Prüfe mit einem deiner Objekte, wie Bilder und Angaben aus der Bürosoftware übernommen werden und wo Anfragen ankommen. |
Bevor du unterschreibst, lass dir Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist, Zahl der Anzeigenplätze und Regeln für den Objektwechsel schriftlich nennen. Frage auch, was mit einem Platz passiert, wenn du ein Objekt reservierst, pausierst oder neu einstellst. Für ein kleines Büro kann ein einziger dauerhaft belegter Platz den Unterschied zwischen zwei Paketen ausmachen.
Gib beiden Portalen dieselbe Chance.
Nimm für einen ersten Vergleich eine Wohnung, die zu deinem typischen Bestand passt. Verwende dasselbe Titelbild, denselben Angebotspreis, dieselbe Bildfolge und dieselben Kerndaten. Prüfe die veröffentlichte Anzeige auf dem Smartphone. Sind der Balkon im Titelbild, die Raumaufteilung im Grundriss und die Ansprechpartnerin am Ende tatsächlich zu erkennen? Teste mit deinem Büro, ob eine Anfrage beim richtigen Team ankommt.

Ein Beispiel aus der Redaktion: Im Titel steht „Drei Zimmer mit Balkon“, die erste Bildreihe zeigt aber nur die Küche. Tausche die Reihenfolge auf beiden Portalen zum selben Zeitpunkt. Halte Änderungen mit Datum fest, damit du bei der Auswertung weißt, welche Fassung ein Interessent gesehen hat. Für die Vorbereitung helfen der Leitfaden zum Immobilienexposé und die Checkliste für Immobilienfotos.
Rechne bis zur wahrgenommenen Besichtigung.
Im folgenden fiktiven Vierwochentest läuft dieselbe Wohnung gleichzeitig auf zwei Portalen. Das Büro rechnet beiden Inseraten ihren Anteil an den Paketkosten und alle gebuchten Extras zu. Für den Vergleich verwendet es dieselbe Steuerbasis. Eine Absage oder ein ausgefallener Termin zählt als vereinbart, aber erst ein Besuch vor Ort als wahrgenommene Besichtigung.
Auf kleinen Bildschirmen kannst du die Tabelle seitlich verschieben.
| Kennzahl | Portal A | Portal B |
|---|---|---|
| Zurechenbare Kosten | 240 € | 180 € |
| Anfragen | 24 | 12 |
| Termine vereinbart / wahrgenommen | 8 / 6 | 6 / 5 |
| Kosten je Anfrage | 10 € | 15 € |
| Kosten je wahrgenommenem Termin | 40 € | 36 € |
Nach den Anfragen allein würde Portal A gewinnen. Pro wahrgenommener Besichtigung liegt Portal B in diesem Beispiel vier Euro günstiger, während A einen Besuch mehr gebracht hat. Für die nächste Buchung interessiert jetzt, wie viele zusätzliche Interessenten jedes Portal erreicht hat. Sind drei Besucher über beide Wege gekommen, darfst du sie in der Gesamtzahl nur einmal zählen. Weise für die Zuordnung den ersten bekannten Kontaktweg aus. Bleibt er offen, vermerke das im Testbogen.
Bei einem Pauschalpaket kannst du die Grundgebühr nach belegten Anzeigentagen auf Objekte verteilen. Nutzt diese Wohnung 28 von insgesamt 140 belegten Anzeigentagen, erhält sie ein Fünftel der Gebühr. Extras rechnest du direkt der betreffenden Anzeige zu. Betrachte zusätzlich die gesamte Rechnung des Büros: Viele ungenutzte Plätze sprechen dafür, ein kleineres Paket anzufragen.
So entscheidet dein Büro nach vier Wochen.
Vor dem Start legst du fest, was einen weiteren Portalplatz rechtfertigt. Das kann ein zusätzlicher passender Käufer sein oder eine für dein Büro vertretbare Ausgabe pro wahrgenommenem Termin. Wähle einen Zeitraum, in dem beide Anzeigen parallel aktiv sind. Notiere Preisänderungen, Ferien und gebuchte Hervorhebungen.
Jede Woche trägst du die eingegangenen Anfragen und den tatsächlichen Fortgang ein. Führe Mehrfachanfragen derselben Person unter einer internen Kennung zusammen. Für den Testbogen reichen Summen. Wenn null Besichtigungen stattgefunden haben, trage null Termine und die entstandenen Kosten ein. Eine Division durch null ergibt keinen brauchbaren Vergleichswert.
Nach vier Wochen prüfst du Kosten, zusätzliche Kontakte und die Fälle, bei denen es bis zum Besuch kam. Bei zwei Anfragen oder einer einzigen außergewöhnlichen Immobilie bleibt die Entscheidung offen. Verlängere den Test mit einem vergleichbaren Objekt. Bei reichlich Anfragen und vielen abgesagten Terminen lohnt zuerst der Blick auf Exposé und Terminabsprachen. Wenn ein Portal wiederholt zusätzliche passende Käufer bringt, kannst du den Beitrag dieses Kanals gegenüber den Eigentümern konkret erläutern.
Testbogen für dein nächstes Inserat
Die editierbare Textdatei enthält vier Wochenzeilen, die Kostenrechnung und Platz für eure Entscheidung.
Testbogen herunterladenPrüfe auch, wie Eigentümer auf dein Büro stoßen.
Eine Käuferin meldet sich wegen der Wohnung aus deinem Inserat. Ein Eigentümer möchte wissen, wie du sein Haus verkaufen würdest. Das sind zwei Gespräche mit unterschiedlichen Zielen. Erfasse für die Eigentümeranfrage den bekannten Kontaktweg und später, ob daraus ein Auftrag wurde. Im Marketingleitfaden für Makler kannst du diese Zahlen neben deine anderen Vertriebskanäle stellen.
Für die eigene Website beantwortet Maklytics eine andere Frage: Bei welchen Google-Suchen erscheint dein Büro? Probiere unten einen Suchbegriff aus und wechsle den Zeitraum. So kannst du später die gemessenen Platzierungen deines Standorts mit deinen eigenen Zahlen zu Eigentümergesprächen besprechen.
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Beste Position je Messpunkt. Eine Lücke bedeutet keine gemessene Platzierung.
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