Website verbessern · Praxisleitfaden
Immobilienmakler-Website: was Eigentümer erwarten und wie du deine Seite prüfst.
Deine Website wird nicht im Büro gelesen, sondern abends am Küchentisch, auf dem Smartphone, zwischen zwei anderen Maklern. In diesen Minuten entscheidet sich, ob ein Eigentümer anruft. Dieser Leitfaden zeigt, welche fünf Seiten er dabei öffnet, welche Inhalte ihn überzeugen, welche Technik ihn bremst und wie du deine Seite in zwölf Punkten selbst prüfst.
Von der Maklytics-Redaktion · Stand 21. September 2026 · Mit Seitenbeispiel und Prüfstand

1. Was ein Eigentümer von deiner Website erwartet.
Ein Eigentümer, der verkaufen will, kommt selten über deine Startseite. Er kommt aus der Google-Suche, aus dem Kartenbereich, über eine Empfehlung oder aus dem Maklytics-Profil, und er hat vier Fragen, die er beantwortet haben will, bevor er sich meldet. Eine Website, die diese vier Fragen auf jeder Einstiegsseite beantwortet, arbeitet für dich. Eine, die sie nur auf der Startseite beantwortet, verliert alle, die woanders landen.
Die vier Fragen
Betreut ihr meine Gegend und meine Art von Immobilie? Ein Reihenhaus im Vorort ist etwas anderes als eine Altbauwohnung in der Innenstadt. Wie läuft ein Verkauf mit euch ab, und was kostet mich das? Ablauf und Provision, ohne Nachfrage. Mit wem spreche ich? Menschen mit Namen, nicht „unser Team“. Was passiert, wenn ich mich melde? Ein Rückruf morgen früh oder ein Formular ins Nichts.
Warum die Startseite nicht reicht
Die meisten Maklerwebsites sind für Käufer gebaut: Objektsuche oben, aktuelle Angebote darunter, der Eigentümer findet sich irgendwo unter „Verkaufen“. Für die Suche nach einem Makler ist das die falsche Reihenfolge. Eigentümer bringen den Auftrag, Käufer bringen die Anfrage zum Objekt. Beide brauchen einen eigenen, klar benannten Weg, und zwar auf jeder Seite, nicht nur auf der ersten.
Google beschreibt hilfreiche Inhalte als solche, die eine konkrete Frage eines Menschen vollständig beantworten. Das gilt für eine Maklerwebsite wörtlich. Google: Hilfreiche Inhalte erstellen.
2. Die fünf Seiten, die ein Eigentümer liest.
Wähle eine Seite aus. Du siehst jeweils die Frage des Eigentümers, was die Seite liefern muss und den häufigsten Fehler. Das Beispiel ist eine redaktionelle Erkläransicht, keine Aufnahme einer echten Website.
Die Frage des Eigentümers
Betreut dieses Büro meine Art von Immobilie in meiner Gegend?
Diese Seite muss liefern: Tätigkeitsgebiet und Objektarten im ersten Bildschirm, ein Weg für Eigentümer und einer für Suchende, echte Ansprechpartner statt Stockfoto.
Häufiger Fehler
Die Startseite zeigt aktuelle Angebote für Käufer und lässt den Eigentümer suchen, wo er hingehört.
Prüfe die Seite auf dem Smartphone, so wie der Eigentümer sie abends am Küchentisch öffnet.
Eine Seite je Anliegen
„Hausverkauf“, „Wohnungsverkauf“ und „Wertermittlung“ sind drei verschiedene Fragen mit drei verschiedenen Suchbegriffen. Eine Leistungsübersicht, die alle drei in einem Absatz abhandelt, wird für keine davon gefunden und beantwortet keine davon vollständig. Jede Frage bekommt ihre eigene Seite mit eigenem Titel, eigener Überschrift und eigenem Kontaktweg.
Was nicht auf diese Seiten gehört
Aktuelle Objekte, Referenzobjekte in Endlosschleife, Auszeichnungen ohne Prüfmöglichkeit und Texte über die Geschichte des Unternehmens seit 1987. Nichts davon ist verboten; es gehört nur nicht auf die Seiten, mit denen ein Eigentümer seine Entscheidung trifft. Die Vorlage für eine Eigentümerseite mit Angebot, Ablauf und Kontakt findest du im Leitfaden „Eigentümer gewinnen“.
Eigentümer-Seitenvorlage ausfüllen3. Inhalte, die Vertrauen schaffen.
Vertrauen entsteht nicht durch Adjektive, sondern durch überprüfbare Angaben: einen Ablauf, den man nachvollziehen kann, eine Provision, die man ausrechnen kann, ein Beispiel, das man sich vorstellen kann, und Menschen, die man wiedererkennt.

Ablauf, Provision, Beispiel
Beschreibe den Verkauf in fünf bis sieben Schritten: Erstgespräch, Einschätzung, Unterlagen, Vermarktung, Besichtigungen, Verhandlung, Notar und Übergabe. Nenne bei jedem Schritt, was du tust und was der Eigentümer beisteuert. Nenne die Provision und die Vertragsform. Wer sie verschweigt, wird für teuer gehalten; wer sie erklärt, wird für fair gehalten.
Ein freigegebenes Beispiel mit Objektart, Stadtteil, Ausgangslage und Ablauf sagt mehr als jede Referenzliste. Frag deine letzten drei zufriedenen Verkäufer, ob du ihren Fall anonymisiert beschreiben darfst. Erfundene Beispiele und gekaufte Teamfotos fallen auf und kosten genau das Vertrauen, das sie vortäuschen sollen.
- MenschenNamen, Rollen, eigene FotosDer Eigentümer will wissen, wer ihn anruft. Ein Foto vom echten Büro schlägt jede Skyline.
- BewertungenVerlinken statt nacherzählenEin Link zu den öffentlichen Google-Bewertungen ist glaubwürdiger als drei Zitate ohne Quelle.
- RechtlichesImpressum, Datenschutz, MaklerangabenVollständig und aktuell. Eigentümer prüfen das häufiger, als Makler glauben.
- BelegeMessbares zeigenEin veröffentlichter Platz im Maklytics-Ranking mit Prüfseite ist ein Beleg, kein Versprechen.
4. Technik, die nicht bremst.
Technik gewinnt keinen Auftrag, aber sie verliert welche. Vier Dinge entscheiden, ob ein Eigentümer deine Seite überhaupt zu Ende liest: Ladezeit, Darstellung auf dem Smartphone, Auffindbarkeit in der Suche und ein Kontaktweg, der funktioniert.
Ladezeit und Smartphone
Google bewertet Seiten mit den Core Web Vitals: Wie schnell erscheint der größte Inhalt, wie stabil bleibt das Layout, wie schnell reagiert die Seite auf Eingaben. Große Objektfotos ohne Komprimierung, Videos im Kopfbereich und eingebettete Portalwidgets sind die üblichen Bremsen. Google: Core Web Vitals.
Google indexiert Websites mobil zuerst. Was auf dem Smartphone nicht zu sehen ist, existiert für die Suche nicht. Öffne jede wichtige Seite auf deinem eigenen Telefon, ohne WLAN. Google: Mobile-First-Indexierung.
Auffindbarkeit
Jede wichtige Seite braucht einen eigenen Titel, eine Beschreibung, genau eine Hauptüberschrift und darf nicht durch ein vergessenes noindex oder eine Sperre in der robots.txt vom Index ausgeschlossen sein. Solche Sperren stammen oft aus der Entwicklungsphase und bleiben nach dem Relaunch stehen. Google: robots-Meta-Tag.
Der Website-Bericht in Maklytics prüft genau diese Punkte für die Domain, gegen die auch deine Wertung misst: Ladezeit, Layoutstabilität, Titel, Beschreibung, Indexierbarkeit und Inhaltsmenge, mit Messwert und Schwelle je Befund.
Website-Bericht ansehenBefund als Auftrag an die Agentur5. Lokal auffindbar: Website und Unternehmensprofil zusammen.
Eigentümer suchen mit Ort: „Immobilienmakler [Stadt]“, „Haus verkaufen [Stadtteil]“. Deine Website muss diese Orte nennen, belegen und mit dem Google-Unternehmensprofil verbinden, sonst erscheint sie weder in der Websuche noch im Kartenbereich an der richtigen Stelle.
Stadtteile mit Substanz
Eine Seite je Stadtteil lohnt sich nur, wenn sie etwas Eigenes sagt: welche Objektarten dort typisch sind, welche Preisspannen du zuletzt gesehen hast, welche Besonderheiten Käufer fragen. Zehn Stadtteilseiten mit ausgetauschtem Ortsnamen und identischem Text schaden mehr, als sie nützen. Google nennt das dünne Inhalte. Google: SEO-Startleitfaden.
Prüfe, für welche Stadtbegriffe dein Büro heute überhaupt erscheint. Das Stadt-Ranking zeigt es öffentlich; im Konto zeigt das Keyword-Tracking den Verlauf je Suchbegriff.
Stadt-Ranking deiner Stadt öffnenWebsite und Profil müssen übereinstimmen
Name, Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten auf der Website und im Google-Unternehmensprofil müssen identisch sein. Der Websitelink im Profil sollte auf die Seite führen, die den Eigentümer erwartet, nicht auf eine Objektliste. Bei mehreren Standorten führt jeder Profil-Link auf die Seite des jeweiligen Büros.
Wie du das Profil selbst prüfst, steht im eigenen Leitfaden. Das Maps-Raster in Maklytics zeigt, an welchen Messpunkten der Stadt dein Büro im Kartenbereich erscheint.
Unternehmensprofil optimierenMaps-Messpunkte ansehen6. Wirkung messen: Anfragen je Seite, nicht Besucher.
Eine Website ist gut, wenn aus ihr passende Eigentümeranfragen kommen. Zähle deshalb Anfragen je Seite, nicht Seitenaufrufe insgesamt. Erst dann siehst du, welche Seite arbeitet und welche nur existiert.

Drei Zahlen genügen
Wie viele Eigentümer haben über welche Seite Kontakt aufgenommen? Wie viele davon waren passende Anfragen mit Objekt in deinem Gebiet? Wie viele wurden ein Erstgespräch? Halte das in einer einfachen Tabelle fest, Woche für Woche. Nach einem Quartal weißt du mehr über deine Website als jede Analyse-Software.
Technische Befunde und ihre Entwicklung zeigt der Website-Verlauf in Maklytics: Was wurde behoben, was ist weiterhin vorhanden, was ist noch nicht überprüfbar. Verändert sich die Sichtbarkeit, aber nicht die Zahl der Gespräche, liegt es an Inhalt oder Kontaktweg. Verändern sich die Gespräche, aber nicht die Aufträge, liegt es an Angebot oder Zielgruppe.
Website-Verlauf ansehenLeitfaden zur Auswertung7. Dein 12-Punkte-Prüfstand.
Öffne deine Website auf dem Smartphone und gehe die zwölf Punkte durch. Hake nur ab, was du tatsächlich gesehen hast. Der Download hält deinen Stand fest und lässt Platz für die nächste Änderung, den Verantwortlichen und den Prüftermin. Nichts davon wird gespeichert.
8. Häufige Fragen aus Maklerbüros
Kurze Antworten für die Einordnung. Für deine Seite entscheidet der Prüfstand oben, nicht die Technik dahinter.
Baukasten oder Agentur?
Beides kann funktionieren. Ein Baukasten reicht, wenn du die fünf Seiten selbst mit echten Inhalten füllst und die Technikpunkte erfüllst. Eine Agentur lohnt sich, wenn du Zeit sparen willst; vereinbare dann vorher, welche Seiten, welche Inhalte und welche Messwerte am Ende geprüft werden. Der Website-Reparaturauftrag in Maklytics formuliert Befunde so, dass eine Agentur sie ohne Rückfrage umsetzen kann.
Brauche ich einen Relaunch?
Selten. Die meisten Websites scheitern nicht am Design, sondern an fehlenden Inhalten und vergessenen technischen Sperren. Beginne mit den zwölf Punkten. Erst wenn Ladezeit oder Smartphone-Darstellung nicht zu retten sind, ist ein Neubau die günstigere Lösung.
Wie viele Stadtteilseiten sollte ich haben?
So viele, wie du mit eigenem Wissen füllen kannst. Eine gute Stadtteilseite mit echten Beobachtungen schlägt zehn Seiten mit ausgetauschtem Ortsnamen. Prüfe vorher im Stadt-Ranking, für welche Begriffe dein Büro heute gefunden wird.
Zeigt Maklytics, was auf meiner Website falsch ist?
Der Website-Bericht zeigt technische und inhaltliche Befunde der Startseite deiner Domain mit Messwert und Schwelle; der Tiefencheck geht weiter in die Seiten hinein. Ob Ablauf, Provision und Beispiele überzeugen, prüfst du selbst mit dem Prüfstand. Maklytics baut keine Websites und garantiert keine Anfragen.
Quellenstand: 21. September 2026. Google-Angaben sind an den jeweiligen Abschnitten verlinkt. Seitenbeispiel und Prüfstand sind redaktionelle Hilfen von Maklytics; sie ersetzen keine Prüfung deiner konkreten Website.
Für dein Maklerbüro
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Maklytics misst für jede erfasste Stadt, wie Maklerbüros in der Google-Suche, im Kartenbereich und bei öffentlichen Bewertungen dastehen, und wer auf- oder absteigt. Such dein Büro, übernimm dein Profil kostenlos und entscheide danach, welche Auswertung du brauchst.